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04.05.2017

Neue Anwendungen und neue Wege für Holz

Die Geschossdecke des «House of Natural Ressources» der ETH Zürich im Bau. Die in die Holzfläche taschenförmigen maschinell eingeschnittenen Vertiefungen gewährleisten den Verbund mit der darauf aufgebrachten dicken Betonschicht (16 cm).

Rückblick auf das S-WIN (Swiss Wood Innovation Network) Statusseminar im April 2017:

​ Die im NEST eingebaute Wohneinheit dient dazu, funktionale holz- und zellulosebasierte Materialien unter realen Bedingungen zu testen und weiterzuentwickeln. Durch die im April stattgefundene Tagung führten Tanja Zimmermann und Prof. Ingo Burgert. Fachleuten aus In- und Ausland präsentierten ihre Projekte und Forschungsvorhaben zu statischen Eigenschaften und Eigenheiten von Buchenholz für bauliche Zwecke, Möglichkeiten für Verbundbaustoffe, Eigenschaften der Oberflächen auf Mikroebene sowie die Entwicklung einer biobasierten, ultraleichten Holzwerkstoffplatte.

Neue Materialien für die Bereiche Bau und Möbel

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Anteile an Buche in Schweizer Wäldern – vor allem im östlichen Jura und auch im Tessin – kommt der Forschung bezüglich der Verwendung von Laubholz im Bauwesen grosse Bedeutung zu. Buchenholz weist ausgezeichnete Festigkeitswerte auf, nämlich eine hohe Biege-, Zug- und Druckfestigkeit. Buche kann unter Umständen Stahl und Beton als Baustoff ersetzen.

Projekte aus der Forschung

Das "House of Natural Ressources" auf dem Campus der ETH Zürich zeigt, was Holz-Beton-Verbunddecken aus Buchenfurnierschichtholz zu leisten vermögen. Die je 400 m2 messenden Geschosse sind allein über mit Stahl vorgespannte Träger und Stützen stabilisiert und kommen so statisch ohne stabilisierende Wände aus. Es besteht Aussicht darauf, diese technische Entwicklung in nächster Zeit für Wohngebäude in Berlin einzusetzen.

Schrittweise Entwicklung

Der Besuch des Moduls Holz im Experimentierbau Nest der Empa führte eindrücklich vor Augen, wie praxisbezogene Forschung in Realität aussieht. Die Holzforschung in der Schweiz und in ganz Europa ist heute gut vernetzt, die Industrie und auch die Gestalter (Architekten, Ingenieure und Designer) sind als interessierte Partner eingebunden. Mehr und mehr erweist sich Holz als zukunftsträchtiges Material mit ausserordentlichem Potenzial in technischer, gestalterischer, ökonomischer und auch ökologischer Hinsicht.

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